Buchkapitel in “Die Zukunft der Eurozone”: “Hat der Euro die Demokratie gestohlen?”

Buch-Titelseite 'Die Zukunft der Eurozone'

Buch-Titelseite ‘Die Zukunft der Eurozone’

Für das Buch Die Zukunft der Eurozone: Wie wir den Euro retten und Europa zusammenhalten, herausgegeben von Alexander Schellinger und Philipp Steinberg, durfte ich ein Kapitel beitragen, das die politischen Probleme der Eurozone analysiert. Ich argumentiere, dass ökonomische Abhängigkeiten der Demokratie schon durch den Handel, den EU-Binnenmarkt und die Globalisierung immer stärker wurden. Die Eurozone und die Europäische Union würden eine Europäische Demokratie auf Augenhöhe mit Großbanken und Multinationalen Konzernen wieder möglich machen. Dafür bräuchte es aber eine Stärkung der gemeinsamen Institutionen.

Zuletzt erlaubte Google Books, mein komplettes Kapitel 1 des Buchs zu lesen: https://books.google.be/books?id=2yBTDQAAQBAJ

In einer Powerpoint-Präsentation fasse ich die Idee eines Euro-Finanzministers zusammen: http://chrisbeck.de/euro-finanzminister/

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IWF zeichnet Weg für Interessenausgleich in der Eurozone: Haushaltspielraum für Investitionen gegen Einhaltung der Stabilitätsregeln

Lagarde-Eurogroup-press-confStarkes Plädoyer von IWF-Chefin Lagarde, dass mit Haushaltsspielraum Deutschlands und aller EU-Länder gemeinsame Investitionen für Integration, Klimaschutz etc. finanziert werden müssen, um Bürger vom praktischen Wert der EU neu zu überzeugen. Eurogruppen-Chef Dijsselbloem, ergriffen vom Tod Jo Cox’ sagt: Die Euro-Finanzminister sind alle bereit für praktische, wenn auch nicht historische Integrationsfortschritte. Ich denke nach dem britischen Referendum wird es Fortschritte geben.

IWF-Analyse: http://www.imf.org/external/np/ms/2016/061616.htm?hootPostID=6f1e9fd2f6377bd7731e9e067867ca38

Eurogruppen-Pressekonferenz: http://video.consilium.europa.eu/en/webcast/2b3d4e39-0730-45f9-a569-50d140f3a0f9

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Panama Papers: Intransparentes Vermögen vergiftet die Demokratie

Shells-taxjusticeNETDie Panama Papers haben weltweit für Unruhe gesorgt. 214.000 Briefkastenfirmen wurden enttarnt, die unzähligen halfen, Vermögen von normaler Besteuerung zu verstecken und teils auch kriminelle Quellen zu vertuschen. Der Whistleblower der Panama Papers, der sich selbst “John Doe” nennt, hat nun ein Manifest veröffentlicht, das Konsequenzen aus der Schwäche des Rechtsstaats, die hier enthüllt wurde. Es dürfe nicht erst auf einen Whistleblower ankommen, um Probleme solchen Ausmaßes zu enthüllen. Es sei ein eigener Skandal, dass viele Medien seinen Leak nicht nutzen wollten. Es ist zumindest möglich, dass dies auch mit deren Besitzern zu tun hat. Denn weltweit aber auch in Deutschland gehören viele Medien wenigen Vermögenden. Das Manifest hat deshalb einen unasgesprochenen Kern: Warum sollte es ein Recht auf Anomytät von Vermögen geben? Welchen legitimen Zweck hat es, Firmen oder Medien zu besitzen, ohne dass die Öffentlichkeit es weiß?

Briefkastenfirmen machen es möglich, dass sehr Reiche sich jeglicher Solidarität der Gesellschaft entziehen. Anonymes Geld macht es dann möglich die Demokratie zu korrumpieren, Politiker zu kaufen und noch schlimmer, Medien zu kontrollieren und damit sogar das Immunsystem der demokratischen Öffentlichkeit. Anonymes Geld ist Macht ohne Rechenschaft, Gift für die Demokratie.

Auch nach den Enthüllungen der Panama Papers ist solche Transparenz immer noch umkämpft. Die EU-Kommission hatte in ihrer Vorlage für das letzte Treffen der EU-Finanzminister Druck gemacht: Bis Ende des Jahres müsse endlich ein Zentralregister der wirtschaftlich Berechtigten von Unternehmen eingeführt werden, also Transparenz beim Firmenbesitz. Das hat die EU als Pflicht für die Mitgliedstaaten bis Mitte 2017 in der vierten Geldwäscherichtlinie bereits festgelegt. Aber es wäre auch erlaubt, den Zugang zu den Daten auf Personen mit besonderem berechtigten Interesse zu beschränken. Finanzminister Schäuble will bislang neben Steuerbehörden nur spezialisierten Nichtregierungsorganisationen und Fachjournalisten Einblick gewähren. Großbritannien, Dänemark, die Niederlande und Slowenien dagegen haben bereits angekündigt, den Zugang zu ihren Transparenzregistern nicht beschränken zu wollen.

In Schweden kann ich die Steuererklärung jedes Mitbürgers einsehen, also auch seine Angaben über sein Geld auf Sparkonten, in Gold, Häusern und Kunst. Es gilt unser gesundes Empfinden für Privatsphäre gegen den Schutz unserer Demokratie abzuwägen. Aber für relevante Anteile an Firmen, erst recht Medien, sollte es keine Privatshäre geben. Geld ist Macht und braucht Öffentlichkeit. Access Info Europe hat eine gut Kampagne für Transparenz an Medienbesitz. Ich höre davon wenig, es sei denn in Fortschrittsberichten der EU über Balkanländer. Das Tax Justice Network

John Doe sagt, einige der wichtigsten Medien wollten über seine Informationen nicht berichten. Er schreibt es wäre gegen das Eigeninteresse ihrer Besitzer gewesen. Das ist kein Beweis, aber ein unerträglicher Verdacht. Und es ist hochproblematisch, dass er sich nicht einfach widerlegen lässt.

Wer Parteien Geld gibt, muss sagen, wer er ist. Diese Grundregel hat Stufen: Namen müssen oberhalb von 3.000 Euro öffentlich gemacht werden. Damit wird der Aufwand auf die relevanten Spender konzentriert. Diese Konzentration aufs Wesentliche ist eine gute Faustregel auch für andere Transparenzregeln.

Eigentum verpflichtet, sagt Artikel 14 des Grundgesetzes. Auch Eigentum und Erbrecht werden garantiert. Aber von einer Garantie der Anomymität ist keine Rede. Vermögen muss transparent sein, um seine verfassungsgemäße Pflicht zu erfüllen, vor allem großes Vermögen.

Der Papst hat Freitag, 7. Mai bei der Verleihung des Aachener Karlspreises an ihn gesagt: “Ich träume von einem Europa, wo die jungen Menschen die reine Luft der Ehrlichkeit atmen.” Die Luft der Ehrlichkeit weht in Schweden besonders rein, Transparency International bestätigt regelmäßig minimale Korruption. Die besondere Transparenz von Vermögen hilft also, den Traum des Papstes Wirklichkeit werden zu lassen.

Wäre es möglich, eine Europäische Bürgerinitiative mit diesem einfachen, klaren Ziel zu starten? Die ausreichende Unterstützung wäre dieser Initiative wohl gewiss.

Info Access Europe zu Transparenz von Medienbesitz: http://www.access-info.org/media-ownership-transparency

Info Access Europe zu Unternehmensregistern: http://www.access-info.org/company-register-transparency

Leak der Finanzminister-Diskussion: http://www.sven-giegold.de/2016/informeller-ecofin-amsterdam-schaeuble-muss-seinen-widerstand-europa-gegen-mehr-steuertransparenz-aufgeben/

Tax Justice Network zum Unterschied von Finanzieller Geheimhaltung und legitimer Vertraulichkeit: http://www.taxjustice.net/topics/secrecy/the-mechanics-of-secrecy/

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(Sans Titre) (2000) in Beaux Arts (Bruxelles): A tour de force through dance history you better do with guide

dance-performance-20min_2016-05-19_Boris Charmatz danced (Sans Titre) (2000) in Beaux Arts Bruxelles on 19 May 2016. “20 minutes in the 20th century” announces the voice from behind the stage as the topic of the piece. When light switches on, the naked truth becomes visible. The piece is a collection of dance innovations (mostly scandals) from the whole 20th century. It’s the logical export product of the Centre chorégraphique national de Rennes et de Bretagne that defined itself as “Musée de la danse”. Yet its a bit of a tour de da force not leaving much time to appreciate the development of dance but giving rather glimses and hints. It helps to have a dance expert next to you to understand e.g. how Paris was shocked about the one-dimensional Egyptian art style dancing the performance presents in the early minutes.

What I appreciated about it was the breaking with conventional expectations when the naked dancer, already sweaty from some intense performance starts to speak with the audience and comments how some people are looking. The performance is rather rough and provocative but also short and therefore digestable. Go and see it, if you can!

Link to the event in Beaux Arts: http://www.bozar.be/en/activities/113168-sans-titre-2000

Musée de la Dance: http://www.museedeladanse.org/fr

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Sadiq Khans Vision für Europas Sozialdemokratie in der Krise

Sadiq Khan, Bürgermeister von London

Sadiq Khan, Bürgermeister von London (alle Bildrechte bei www.sadiq.london)

Faymann, Gabriel, Hollande – der Niedergang der Genossen“: Der Spiegel-Korrespondent Hans-Jürgen Schlamp analysiert, wie sehr der Sozialdemokratie eine gute Antwort auf die doppelte Herausforderung von zunehmenden Flüchtlingen nach Europa einerseits und rechtspopulistischer Hetze dagegen fehlt. Weil die Hetze gerade in klassisch sozialdemokratischen Wählermilieus der Abgehängten oder davon bedrohten verfängt, ist die Krise der Sozialdemokraten besonders groß.

Der Wahlsieg des Labour-Kandidaten und Muslim Sadiq Khan als Bürgermeister von London (12,4% muslimischer Bevölkerungsanteil lt. Wikipedia) ist nicht nur ein schönes Symbol. Sadiq Khan hielt auch zu Beginn des Wahlkampfs eine Rede, die auf die doppelte Herausforderung eine überzeugende Antwort gibt:

As a nation, we also have to do something about the social segregation which creates the conditions for radicalism to thrive.

For decades successive governments have tolerated segregation in British society. In doing so, we’ve allowed the conditions that permit extremism to continue unchecked.

We’ve protected people’s right to live their cultural life at the expense of creating a common life. Too many British Muslims grow up without really knowing anyone from a different background. Without understanding or empathising with the lives and beliefs of others.

And too many British people have never befriended a Muslim. Never worked together, never eaten together, never played sports together. As a result, too many people have formed a single identity – too often based around their religion or ethnicity.

This creates the conditions for extremism and radicalisation to take hold. Social segregation will not go away on its own. Tackling it will take a prolonged and concerted effort by us all.

Khan verbindet das klassisch sozialdemokratische Ziel, die Gesellschaft im Inneren zu integrieren, mit der richtigen Beobachtung, dass Extremismus dort wachsen kann, wo man “das andere” am wenigsten kennt. Das gilt wohlgemerkt sowohl für islamistisch verbrämten Terrorismus wie auch für Rechtsradikalismus.

Das passt auch deshalb gut, weil es ja gerade die historische Stärke der Sozialdemokratie war, Menschen in Vereinsform zusammen zu bringen und zusammen feiern zu lassen. Noch immer durchdringen Vereine mit sehr vielen sozialdemokratischen Funktionären mindestens ihre alten Herzlande. Dies in der Krise voll auszuspielen, brächte vielleicht auch mehr Politiker hervor, die so glaubwürdig wie Khan eine sozialdemokratische Lebensgeschichte erzählen können, vom Sohn eines Busfahrers und einer Näherin, aufgewachsen in einer Sozialwohnung zum Rechtsanwalt, der für soziale und menschenrechtliche Anliegen kämpft. Es schein ein bisschen Barack Obama auf. Mehr davon würde auch Europa gut tun.

 

Die ganze Rede von Sadiq Khan: https://www.politicshome.com/news/uk/home-affairs/news/60001/sadiq-khan-speech-house-commons-press-gallery

Die Spiegel-Analyse von Schlamp: http://www.spiegel.de/politik/ausland/sozialdemokraten-in-europa-niedergang-der-genossen-a-1091486.html

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#Spitzenkandidaten für Europawahlen: Wählerwille statt Hinterzimmer

Die Grafik_Facebook_Wählerwille statt HinterzimmerdealsEinführung von Spitzenkandidaten der Parteifamilien für den Posten des EU-Kommissionspräsidenten war eine kleine demokratische Revolution. 27 von 28 Regierungen der Mitgliedstaaten wollen das nun rückgängig machen. Das wäre ein Skandal. Jo Leinen hatte das in der Süddeutschen bekannt gemacht. Sven Giegold hatte dazu die Dokumente geleakt.

Die Jungen Europäischen Föderalisten haben die Jugendorganisationen der Parteien zusammengebracht hinter einem Appell und gleichzeitig eine Petition gestartet, die ich unterstütze: Bitte unterschreiben, denn wir sollten mehr Europäische Demokratie wagen!

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Europa als Republik, nicht als Imperium – neue Narrative nach modernen Märchen

Meine rot-grün ergänzte Version eines SPD-Sharepics zum Star Wars Day

Meine rot-grün ergänzte Version eines SPD-Sharepics zum Star Wars Day

Man nehme ein bisschen römische Geschichte, eine ordentliche Portion Star Wars als moderne Parsival-Erzählung und dazu eine Prise Analyse von Ulrike Guerot abgeschmeckt mit einem verfehlten Zitat von ex-EU-Kommissionspräsident Barroso und fertig ist ein neuer Narrativ: Europa als Republik, nicht als Imperium.

  • Antikes Rom: Im Römischen Reich regierte lange Zeit der Senat und die Volksversammlung. Mit Julius Cäsar ergreifen dann aber reiche Miliärführer die Herrschaft und aus einer Demokratie wird ein gar-nicht demokratisches Imperium.
  • Star Wars: Die guten Jedi-Ritter sind Verteidiger der Republik, geführt durch den intergalaktischen Senat. Diese Weltall-umfassende Demokratie wird bedroht durch die Machtergreifung des bösen Sith-Lords, der der Kanzler wirklich ist. Er macht sich zum Imperator und stürzt die Republik. Der erfolgreiche Kampf von Luke Skywalker und anderen Jedis stellt die Republik und die Demokratie wieder her.
  • Ulrike Guérot: “Warum Europa eine Republik werden muss!”ist ein aktuelles Buch der deutsch-französischen Autorin. Die These: “Die Nationalstaaten pervertieren die europäische Idee und spielen Europas Bürger gegeneinander aus. Europa muss aber heißen: Alle europäischen Bürger haben gleiche politische Rechte. Vernetzt die europäischen Regionen! Schafft ein gemeinsames republikanisches Dach! Schafft einen europäischen Parlamentarismus, der dem Grundsatz der Gewaltenteilung genügt!”
  • Jose Manuel Barroso: Damals noch EU-Kommissionspräsident Barroso sagte 2007 in einer Rede: “Sometimes I like to compare the EU as a creation to the organisation of empire. We have the dimension of empire.” (für mehr: siehe diesen Artikel im EU-Observer)
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Christian Beck aus Mainz arbeitet im Brüsseler Europaviertel: “Ich will der Angst nicht nachgeben”

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Von Michael Bermeitinger

MAINZ/BRÜSSEL – „Angst verhindert nicht den Tod. Sie verhindert das Leben.“ Als Christian Beck am Dienstagvormittag aus seinem Brüsseler Büro auf Facebook schreibt, dass es ihm gut geht, verlinkt er seine Botschaft mit diesem klugen Satz des ägyptischen Literaturnobelpreisträgers Nagib Mahfouz, den eine maltesische Kollegin zuvor herumgeschickt hatte. „Der Satz drückt aus, was ich fühle“, sagt der 34-jährige frühere Mainzer, „ich will der Angst nicht nachgeben.“

Christian Beck, der in Kostheim aufgewachsen ist und am Rabanus-Maurus-Gymnasium Abi gemacht hat, arbeitet seit zwei Jahren als Büroleiter des Grünen-Europaabgeordneten Sven Giegold, nachdem er zuvor in Berlin studiert und dann in der Grünen Bundestagsfraktion gearbeitet hatte. Sein Büro in Brüssel liegt mitten im Europaviertel, gar nicht weit von der U-Bahnstation Maelbeek, an der viele seiner Kollegen aus dem ganzen Haus Morgen für Morgen aussteigen.

Wie am Dienstagfrüh: „Mein Büronachbar Sebastian Mack ist zwei Minuten, nachdem die Bombe explodiert ist mit dem Bus oberirdisch an der Haltestelle ausgestiegen, ein anderer Kollege hatte die betroffene U-Bahn an einer anderen Station nur um Sekunden verpasst…“ Der befand sich dann im folgenden Zug, musste mit den anderen Fahrgästen unter Polizeischutz über die Schienen durch den U-Bahntunnel zur vorhergehenden Station zurücklaufen.

Mit dem Rad gefahren

Beck selbst wohnt in direkter Nachbarschaft zum Europaviertel: „Ich kann zu Fuß gehen, heute bin ich mit dem Rad gefahren.“ Sein Freund dagegen stand genau zur Zeit der Anschläge im Bahnhof Brüssel-Zentral, einem Tiefbahnhof, und wartete auf den Zug …

Bald nach den Anschlägen wird es schwer, mit dem Handy durchzukommen, das Netz ist überlastet. Aber über die sozialen Netzwerke wie Facebook oder WhatsApp erreichen Beck besorgte Anfragen: „Freunde aus ganz Europa haben sich gemeldet, Leute, die ich von meinem Studium in Indien kannte, und auch mein früherer Mitbewohner aus Berliner Zeiten, der in Toronto arbeitet.“

Dass irgendeine Gefahr in der Luft lag, irgendwelche Befürchtungen, nachdem der Polizei in Brüssel mehrere Festnahmen von Terroristen gelungen waren, das hat Beck nicht gespürt, „eher im Gegenteil, weil man ja gesehen hat, dass die Polizei etwas tut“. Schon seit den November-Anschlägen von Paris seien allerdings in Brüssel Polizisten und Soldaten viel präsenter als vorher. „Wenn ich dann nach Mainz komme, ist das schon ein Gegensatz.“

Sorge um Folgen

Wie nun die Auswirkungen auf sein Leben sein werden? „Zunächst einmal ist unklar, ob ich wie geplant am Donnerstag nach Berlin fliegen kann“, sagt Beck, ansonsten sorgt er sich darum, dass die Rechtsextremen mehr Zuspruch bekommen könnten, aber er ist auch in Sorge um all seine muslimischen Bekannten und Freunde, „dass die jetzt nicht die ganze Scheiße abbekommen“.

Er selbst will sich keine Angst erlauben. „Ich habe mich mit Spaniern hier aus dem Haus unterhalten, die ja ihre Erfahrungen mit Terror gemacht haben, und die sagen auch, dass sie sich nicht haben unterkriegen lassen.“ Das war auch die Botschaft von Becks maltesischer Kollegin Pia Micallef, die verletzte Freunde zu beklagen hatte, andere noch vermisste, und die dennoch den Satz des Nobelpreisträgers Mahfouz über die Wirkung von Angst gepostet hatte, den Christian Beck als so treffend empfindet. Er selbst hat jetzt noch drei Jahre Vertrag in Brüssel, „und daran wird sich auch jetzt nichts ändern“.

 

Artikel auf der Homepage der MAZ: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/christian-beck-aus-mainz-arbeitet-im-bruesseler-europaviertel-ich-will-der-angst-nicht-nachgeben_16750041.htm

(Alle Rechte liegen ausschließlich bei der Allgemeinen Zeitung Mainz)

Das Facebook-Posting: https://www.facebook.com/buergerbeck/posts/10153415078182694

 

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Standing with JNU – Standing for the right to dissent

In all parts of the globe authoritarian forces are in progress. In the capital of India, an important battle is happening and its outcome matters for all those who believe in freedom and equality. Jawaharal Nehru University (JNU), one of India’s finest and most progressive universities, is being violently targetted as an enemy of the nation by supporters of the right-wing, Hindu nationalist government, the BJP.

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As former foreign students of JNU, now living abroad, we want to express our support for JNU. There is no place anywhere else in the world like this university. JNU allowed us to study in the best conditions, with outstanding infrastructures and professors, brilliant students and a vibrant social life. Years and months spent in JNU have proved crucial in our intellectual, professional and personal trajectories. They allowed us to develop ourselves through openness and engagement. They enabled us to go beyond western clichés on the “third world” and “the other” as we found in JNU a place way more advanced than what we had ever seen before.

What is so unique about JNU? The University is an open-air theatre of democracy in its purest form. JNU gathers students, teachers, workers from all parts of the country and of the world. Everybody on the campus interacts, demonstrates, and shares ideas. They do not all agree, indeed. But they make their voices heard, they believe in the possibility to change others’ minds through debate and action. Unlike in so many other places where words seem to suffice to political engagement, JNU transforms slogans into practical action. On campus, it is not rare for students demonstrate along with toilet workers who want to defend their right, or to stand in committees against violence on women before going to class. JNU is an island of political, scientific, cultural and social progress in a world going through turbulent times.

As human societies are overrun by the pace of change, they are more and more tempted by nationalist and authoritarian reactions. This is true in New Delhi, but this is also true in Paris, where our rights to dissidence are also under threat. In December last year, during the global climate conference, 24 environmental activists were deprived from their right to move and forced to stay at home by the police. At the same period of time, security forces raided 3 000 homes, often in the middle of the night, to look for terrorists after the attacks which struck the city. In 99.9% of cases, police forces could not find anybody connected to terrorism. They left broken doors and shocked families behind them. The risk of an authoritarian State is real even in old democracies. And in Paris too, the dark side of nationalism reappears with hideous laws being debated, through which bi-nationals would symbolically become enemies of the nation. Paris is not Delhi. But the strategy of the ennemies of democracy is everywhere the same : unify around a dangerous and outdated conception of nationality, and progressively deprive any right to dissidence.

Because we believe in the force of education through openness, through convictions and dissent, we stand with JNU. We do this with rage and love, not only for New Delhi, but for all those who stand against the attempts of the ultra nationalists to stifle dissent and suppress differences.

We call for an immediate end to the police action against students on campus, and withdrawal of all charges against Kanhaiya Kumar, President of the JNU Students’ Union. We further demand that the Central Government put an immediate end to its prejudiced persecution of student activists on campuses across the country.

Lucas Chancel, lecturer, environmental & social policy, (JNU 2007-2008)

Naïké Desquesnes, independent journalist, (JNU 2006-2007)

Juliette Galonnier, PhD student in sociology at Sciences Po Paris and Northwestern University, (JNU 2008-2009)

Clémence Léobal, PhD student in sociology at Université Paris Descartes, (JNU 2006-2007)

Christian Beck, assistant to a Member of the European Parliament, (JNU 2006-2007)

Audrey Perraud, consultant in Paris, JNU student in 2007

Marion Dunoyer, Doctors without borders, (JNU 2006 – 2007)

Jules N., Researcher, Student in JNU 2001-2002

Olivier Blarel, PhD student, (JNU goomnawalah, 2006-2011)

 

— background —

Opinion piece from The Hindu: http://www.thehindu.com/opinion/lead/sedition-and-the-government/article8241312.ece

The Hindu on the escalation: http://www.thehindu.com/news/national/showdown-escalates-on-jnu-campus/article8234889.ece

Letter by Noam Chomsky, Orhan Pamuk, Judith Butler and others: http://www.thehindu.com/news/national/jnu-events-signal-culture-of-authoritarian-menace/article8245492.ece

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Brussels – What to see and do?

Atomium-and-ChrisThis is what I’ve seen and done and – note to myself – what I still wanna do (with you?). Living in Bruxelles/Brussels (or more precisely in Elsene/Ixelles) since August 2014, I love to discover constantly new sides of my hometown every weekend or evening as far as my job in the European Parliament allows for.

Recommendations from own experience

  • Grande Place: The center of the center, Brussels cozy living room where local youngsters and tourists hang out, listen to music (sometimes offering a colourful light show around 22h or 23h).
  • Museum of Brussels’ history: On Grande Place, opposite the landmark town hall, in a building rivaling its grandezza, you find the history of town on several levels. Your own mobile phone or a device guides you with good explanations through the beautiful collection. Most impressive is the foldable altar decoration in the ground floor. The collection of dresses for Manneken Pis should be moved by now to a new home.
  • La Bourse: Celebrations, demonstrations or just an evening with friends – it all starts here. Since Boulevard Anspach, passing in front of la Bourse, became a pedastrian area, now it is even more a living room for Brussels’ citizens. My most favourite place for a drink or snacks is Le Cirio where ladies as old as the pre-war decorations meet youngsters groups before partying or after cinema.
  • Musée des Beaux Arts: See classical paintings, even for free in the monumental entrace hall. There you see a version of the Belgian revolution that wants to look like the French ideal but cannot fully hide that the Belgian uprising started in an opera and stoped right when it threatened to become are bloody story.
  • BELvue Museum: Well designed collection about the history of Belgium, completely explained in the 3 languages of Belgium (NL, FR and DE) as well as English. I love the complete picture it offers of migration first of poor Belgians escaping to France, the US and Canada and then of poor Africans and Asians seeking a better life the other way around. Do not miss the development of voting rights from the foundation until today and the children section where you can rearrange Brussels buildings and sit on them.
  • Musée Magritte: (surrealist fun)
  • Palais de Justice (Justice Palace): The massive building towering over the town carrys a golden dome and crown. It is so impressive that Hitler asked for the construction plans to copy it into the Germania he wanted to make of Berlin. Do not miss the entrance hall which you can enter any time of the day including the larger than life statues, massive staircases and balconies where some youngsters might party in the night.
  • House of European History (museum in parc Leopold behind the European Parliament): Opened only in mid 2017 you can discover the common European history with an iPad in any of the 24 EU languages Mon to Sun for free. https://historia-europa.ep.eu/en/general-information
  • Les Marolles: Perhaps Brussel’s most charming quarter, just below the Justice Palace, full of small streets and squares (including Place du Jeux de Balles, with flea market on Saturday and Sunday until 12h). You find plenty of cafés, cheaper restaurants, art galleries and more and more hipster shops.
  • Parlamentarium: Musem explaining the European Parliament and EU integration history. Open 7 days a week and free of charge. A personal iPad will guide you in any of the EU’s 24 languages. It’s in a wing of the Parliament’s building. You can watch Eurocrats in their natural habitat in the cafés around Place Luxembourg just next to it.
  • Lobby Tour in the EU quarter: So far only in German/DE, Perspectives Daily published a short tour in the EU quarter along several lobby offices how EU policy making is influenced: https://perspective-daily.de/article/465/l0KVC8Rq
  • Horta House: incl. walk to other Horta-buildings around
  • Parvis de Saint-Gilles: Square close to metro Porte de Hal/Hallepoort bursting of cafés and restaurants. Maison du Peuple is a good address for concerts and events as much as for breakfast on the weekend.
  • WIELS: The museum of modern art reinvents itself regularly with completely new exhibitions. The building is an impressive example of industrial architecture turned into something new. Do not miss the view from the roof top terrace, the beautiful entrance hall displaying the old brewery maschines next to a good café.
  • Musée d’Ixelles/Musee van Elsene:
  • Place Saint Catherine: Epicentre of Flemish and bourgeois Brussels, just next to the canal where you would cross into infamous Molenbeek.
  • Musée de l’industrie et de travail: A bunch of Communists and idealists runs this lovely museum of industrial history. It is at home in Molenbeek, the quarter known known for inhabitants with Maroccan background. Do not miss the old school typewriter that could do the calculations of a bill while you typed it and the collection of toys and coockie boxes with the Belgian royal family.
  • MIMA: Brussels newest museum displays contemporary art in a small permanent collection and one or few changing exhibitions. Avoid the museum café for too often times bad quality of food and check instead the plenty of great cafés at the start of Rue Antoine Dansaert that connects MIMA and Molenbeek straight to La Bourse.
  • Pencil graffiti: https://www.brusselslife.be/en/article/pencil-graffiti-in-brussels
  • Atomium (no need to go inside, but 5€ only for students)
  • Mini Europe parc (next to Atomium, 14.50€)
  • Art Nouveau houses around Ambiorix
  • Art Nouveau houses around place Boniface

temporary

Regular events

  • open door days at La Cambre art university
  • Critical Mass cycling manifestation (last Fri each month 18h at Porte de Namur) https://www.facebook.com/criticalmassbrussels/
  • partying in squatted house (rue Ulens 82)
  • La Cambre forest
  • Carte de Visite art exhibition (yearly early February)
  • Hotel Solvay: Architectural master piece of Victor Horta in Avenue Louise 224, saidly accessible to the public only with long term planned guided tours.

Daytrips around Brussels

  • Seeing the blue bells in Hallerbos (during April or May)
  • Antwerp: Second biggest city of Belgium, centre of dutch-speaking Flanders.
  • Gent: Student city with beautiful old city centre. Similar to Brugge but more lively.
  • Brugge: Beautiful old city centre with many canals reminding of Venice. The city is such a typical tourist destination that it lacks a bit normal live.
  • Oostende and beach
  • Blankenberge and beach
  • Namur: The Capital of French-speaking Wallonia has a beautiful old city centre crowed by a castle on a hill surrounded by a long curve of river Meuse.
  • Liege/Luik/Lüttich incl the amazing train station and the expo En Lutte about the history of social fights that made our lives better

To be discovered

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