transnationale Listen sind notwendig als Gegengewicht zum Rat der Mitgliedstaaten

transnationale Listen sind notwendiges Gegengewicht zum Sonderrecht des Rates

transnationale Listen sind notwendiges Gegengewicht zum Sonderrecht des Rates

Gegen transnationale Listen heißt es immer wieder: so was gibt es in föderalen Systemen ja gar nicht. Es gibt bundesweite Listen zur Europawahl in Deutschland und Österreich, aber tatsächlich wird der Bundestag mit Landeslisten gewählt. Transnationale Listen sind aber notwendig als Gegengewicht zum Rat der Mitgliedstaaten.

In keinem System hat die Staatenkammer ein so starkes Gewicht bei der Wahl der Exekutive wie in der EU. Jeder Mitgliedstaat bestimmt einen Kommissar, der Kommissionspräsident darf nur noch das Portfolio bestimmen. Die politische Wahl des Kommissions-Präsidenten als Spitzenkandidat durch die Wähler und dann durch Rat und Europaparlament kann so völlig konterkariert werden. Richtig wäre es, die EU-Verträge zu ändern, damit alleine das Parlament den Präsidenten wählt und der Präsident dann Kommissare frei wählt. Meinetwegen könnte es dabei bleiben, dass aus jedem Mitgliedstaat ein Mitglied ausgewählt werden müsste, die dann aber als Vizepräsidenten, Kommissare oder auch europäische Staatssekretäre abgestufte Aufgaben haben würden. Leider ist so eine Vertragsänderung einstweilig sehr unrealistisch. Deshalb sind transnationale Listen als Gegengewicht zur unerhörten Stärke der Staatenkammer eine notwendige Lösung sui generis für die EU.

Die vom Verfassungsausschuss vorgeschlagenen 27 Sitze nach transnationalen Listen (wörtlich ging es um eine der Zahl der Mitgliedstaaten entsprechende Zahl) sind dabei keine Gefahr für Bürgernähe etc. der anderen Europaabgeordneten. Verfassungsausschuss und Plenum haben 705 Abgeordnetensitze nach dem Brexit über die bisherigen nationalen oder regionalen Listen beschlossen.

Hintergrund

Beschluss des Europaparlaments zur Zusammensetzung des EP vom 7.02.2018 ohne transnationale Listen: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=TA&language=EN&reference=P8-TA-2018-0029

Beschluss des Verfassungsausschuss vom 26.01.2018 zur Zusammensetzung des EP mit transnationalen Listen: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?type=REPORT&reference=A8-2018-0007&language=EN

Interview mit Elmar Brok, UEF-Präsident, gegen transnationale Listen: https://www.treffpunkteuropa.de/transnationale-listen-sind-ein-sundenfall-gegen-den-foderalismus

Blogpost von Manuel Müller, warum der Vorwurf fehlender Bürgernähe gegen transnationale Listen nicht trägt: http://www.foederalist.eu/2018/02/buergernahe-europaische-wahllisten-demokratie-evp.html

Beschluss des Europaparlaments zur Reform des Europäischen Wahlrechts vom 11.11.2015 mit einem europaweiten Wahlkreis für transnationale Listen: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+TA+P8-TA-2015-0395+0+DOC+XML+V0//EN

Petition von WeMove.eu für transnationale Listen: https://act.wemove.eu/campaigns/transnationale-listen

Antwort föderalistischer MEPs für transnationale Listen auf Argumente einiger Christdemokraten gegen transnationale Listen: https://euobserver.com/opinion/140843

Abstimmungsverhalten der deutschen MEPs am 7.02.2018 zu transnationalen Listen (Grafik der Europagruppe Grüne)

Abstimmungsverhalten der deutschen MEPs am 7.02.2018 zu transnationalen Listen (Grafik der Europagruppe Grüne)

Abstimmungsverhalten der Fraktionen im Europäischen Parlament zu transnationalen Listen am 7.02.2018

Abstimmungsverhalten der Fraktionen im Europäischen Parlament zu transnationalen Listen am 7.02.2018

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“En Lutte” – an expo to fight for your rights

a well made expo answering pressing questions of today

“En Lutte. Histoires d’émancipation” is a permanent exposition in the Centre d’Action Laïque in Liège, Belgium. It introduces visitors to the history of class struggle from the beginning of industrialisation in Belgium until the austerity politics of the European Union after the financial crisis from 2008. Many explanations in well done videos on large screens are mixed with interactive displays like the top hat of a bourgeois or the Maison du Peuple of the workers movement. It connects the historic fights for essential rights and social welfare to today’s problems of austerity politics, working hours and depression from bad working conditions.

The expo is available in FR and NL, not in EN, DE, Arabic or other languages. It is well suited for group visits. The Centre d’Action Laïque is interesting both architecturally and regarding other, temporary exhibitions.

more languages, more detailed arguments: how the expo could become even better

My personal recommendations for the development of this expo:

  • It should be accessable in English for international visitors and Arabic, Italian, Turkish, Polish to better include those migrant workers who are addressed in the stories told already.
  • The amazing posters decorating the Maison du Peuple need to be available for sale in the bookshop. They can still transport the message of cutting working hours and the need for solidarity among workers and employees.
  • More visual data: Unions and strikes have reduced working hours enormously over time. They have brought a bigger share of profit as salary to those who work for it the hardest. Why not show these graphs from the beginning of industrialisation until today?
  • More personal stories and sound bites: One poster in the Maison du Peuple shows bourgeois arguments against the 8h working day. There are some great sharepics about reducing working hours, raising the minimum wage that show how owners of capital and economists working in their interest always explained how impossible such social measures would due to the market competition between companies and between countries. In the style of Jon Stuart’s Daily Show, such old citiations could be added to recent clips from TV debates. This would bring abstract issues closer to the audience’s daily news consumption.
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“I will be 20 in 2030” – expo about the future of mankind

The exhibition “I will be 20 in 2030” is about the future of mankind (from 23.09.2017 until 30.06.2018). The futuristic architecture of Liège’s main train station is the perfect home for it. Sadly, it is a playful technic disneyland with some inter-active qualities but does not include the latest stage of present day science and is even less presenting avenues of future development. I did not find much about the present possibilities of genetics to alter the DNA of alive adults. There is little practical details on the consequences of decisions, where to invest scarce global ressources. The issue of distribution of wealth is never clearly addressed. While it challenges the visitor as the one to choose between possible paths of development, it completely fails to explain the options to chose from. If you visit Liège, I would rather recommend the expo En Lutte, than this one. The expo is accessible in FR, NL, EN and DE on most signs and an audio guide, yet EN and DE sometimes are sometimes missing on signs. The useful App and the free wifi can help in such cases.

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Brot-Patriotismus

Deutsches Brot (Foto: team Lumondi)

Deutsches Brot (Foto: team Lumondi)

Was ist besonders toll an Deutschland? Brot! Deutsches Brot gilt weltweit als so gut, dass es in Indien jede Menge “German Bakeries” gibt. Gäste des Landes stehen vor Brotregalen in Supermärkten und sind beeindruckt. Liebe geht durch den Magen und sein tägliches Brot vermisst der Deutsche im Weißlabberbrot-Ausland oft mit am meisten. Es gibt eine tolle Statistik in der Linguistik, wie viele verschiedene Worte es für die erste/letzte Scheibe eines Brotes im deutschen Sprachraum gibt. Brot ist für Deutsche fast wie Schnee für die Inuit. Ich bin Brot-Patriot 😉

Deutsche Welle: 11 things you’re sure to find in a German bakery

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GroKo Sondierungs-Ergebnis 12.01.2018 zu Europa: Analyse

kurze Analyse des Ergebnis der GroKo-Sondierung von Union und SPD

kurze Analyse des Ergebnis der GroKo-Sondierung von Union und SPD

Das Handelsblatt hatte eine frühe Fassung mit Zeilennummern veröffentlicht. Die SPD veröffentlicht eine finale Fassung. Diese Analyse als pdf-Datei.

Zukunft der EU / Eurozone

Zeile 14-15: “Wir wollen: einen neuen europapolitischen Aufbruch”

Zeile 54-59: “Wir wollen ein Europa der Demokratie und Solidarität. Wir wollen den Zusammenhalt Europas auf Basis seiner demokratischen und rechtstaatlichen Werte auf allen Ebenen vertiefen und das Prinzip der wechselseitigen Solidarität stärken. Wir wollen, dass sich Deutschland aktiv in die Debatte über die Zukunft der EU und eine Stärkung der europäischen Integration einbringt.”

Was völlig fehlt:

  • Zahlen, wie viel mehr Geld für EU-Haushalt und Investitionen möglich ist (wäre allerdings vor Beginn der Verhandlungen zum Mehrjährigen Finanzrahmen auch eine Schwächung der eigenen Verhandlungsposition)
  • EU-Finanzminister, also Kommissions-Vizepräsident für den Euro als Vorsitzender von Eurogruppe und ESM/EWF (schlägt KOM vor, fordert Macron)
  • EU-Eigenmittel (schlägt KOM vor, zuletzt in Form einer Plastik-Steuer)
  • Lösung für Überschuldung von Banken und Staaten (obwohl das Voraussetzung für eine EU-Einlagensicherung wäre, die im Juni 2018 beschlossen werden soll)

Was drin ist hier kommentiert im Detail:

Demokratie

60ff: “Wir wollen ein Europa der Demokratie mit einem gestärkten Europäischen Parlament und einem lebendigen Parlamentarismus auf nationaler, regionaler und kommunaler Ebene. Wir wollen Europa bürgernäher und transparenter machen und dadurch neues Vertrauen gewinnen. Die demokratischen und rechtsstaatlichen Werte und Prinzipien, auf denen die europäische Einigung ruht, müssen noch konsequenter als bisher innerhalb der EU durchgesetzt werden.”

Wichtig: Stärkung des Europaparlaments und mehr Transparenz der EU.

Fehlt: Konkretion, v.a. Bekenntnis zu Spitzenkandidaten und transnationalen Listen für die Europawahlen, Bekenntnis zu mehr Transparenz des (Minister-)Rates der EU z.B. durch Unterstützung für die Initiative mehrerer Länder für mehr Zugang zu Rats-Dokumenten. Fehlt ebenso: Transparenz von Lobbyismus durch Bereitschaft die ständige Vertretung Deutschlands in Brüssel den Regeln des Lobby-Transparenzregisters zu unterwerfen. Außer bei der parlamentarischen Kontrolle eines künftigen EWF wird der Anspruch bisher gar nicht weiter konkretisiert.

Investitionen / MFF

83ff: “Wir wollen die Investitionskräfte in Europa auch dadurch stärken, dass wir Initiativen wie das europäische Investitionsprogramm EFSI, fortführen und ausbauen.”

133ff: “Wir wollen die Zusammenarbeit bei der Sicherheits- und Verteidigungspolitik (PESCO) stärken und mit Leben füllen.”

Fehlt: tatsächlich gemeinsame europäische Beschaffung, nicht nur nach gemeinsamen Standards, sondern auch mit gepoolten Mitteln, wie z.B. über den ATHENA-Mechanismus möglich.

153ff: “Dabei befürworten wir auch spezifische Haushaltsmittel für wirtschaftliche Stabilisierung und soziale Konvergenz und für die Unterstützung von Strukturreformen in der Eurozone, die Ausgangspunkt für einen künftigen Investivhaushalt für die Eurozone sein können. Wir sind auch zu höheren Beiträgen Deutschlands zum EU-Haushalt bereit.”

Wichtig: Anknüpfungspunkt für automatischen Stabilisatoren, Zukunftsfonds im EU-Haushalt, wie ihn Grüne fordern

Fehlt: Größenordnung unklar, Merkel bot das schon im Bundestag an, es ging aber nur um Peanuts. In Zeilen 682ff enthält eine Tabelle konkrete Zahlen für viele andere Vorhaben, inkl. 2 Mrd für die Entwicklungshilfe.

Soziales

95ff: “Soziale Grundrechte, insbesondere das Prinzip des gleichen Lohns für gleiche Arbeit am gleichen Ort in der EU wollen wir in einem Sozialpakt stärken. Wir wollen faire Rahmenbedingungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und eine bessere Koordinierung der Arbeitsmarktpolitik.”

Der Pakt ist absehbar, seine Wirksamkeit hängt an europäischer Kontrolle bei der nationalen Umsetzung und Hilfen für den individuellen Zugang zum Recht auf den fairen Lohn. Dazu bisher nix konkretes. Es braucht eine finanzielle Verstetigung und Ausweitung von Pilotprojekten wie das Beratungsnetzwerk “faire Migration” des DGB.

99ff: “Wir wollen einen Rahmen für Mindestlohnregelungen sowie für nationale Grundsicherungssysteme in den EU-Staaten entwickeln. Wer konsequent gegen Lohndumping und soziale Ungleichheiten in wirtschaftlich schwächeren Ländern in Europa kämpft, sichert auch den Sozialstaat und die Soziale Marktwirtschaft in Deutschland.”

Hilfreich: Für EU-Rahmen bei Mindestlöhnen gibt es konkrete Vorschläge. EU-Mindestlohn-Korridore könnten die Schwäche ausgleichen bei fehlenden Investitionen und auseinanderlaufenden Leistungsbilanzen.

Fehlt: Mindesteinkommensrichtlinie (Standards für Grundsicherung).

Steuern

Steuerdumping

111ff: “Unternehmen dürfen sich künftig nicht mehr ihrer gesellschaftlichen Verantwortung entziehen können, indem sie die Staaten der EU gegeneinander ausspielen. Steuerdumping muss unterbunden werden.”

Richtig: Kampf gegen Steuerdumping im Fokus.

Fehlt: Mehrheitsentscheidungen in Steuerfragen wie von Juncker vorgeschlagen

114ff: “Wir unterstützen eine gemeinsame, konsolidierte Bemessungsgrundlage und Mindestsätze bei den Unternehmenssteuern. Es muss im Prinzip gelten, dass das Land des Gewinns auch das Land der Besteuerung ist.”

Wichtig: Mindeststeuersätze für Unternehmensteuern

Fehlt: Länderbezogene Berichterstattung für Großkonzerne war im letzten KoaVertrag sogar ausgeschlossen, positives Bekenntnis dazu fehlt aber weiter.

FTT

120f: “Die Einführung einer substantiellen Finanztransaktionssteuer wollen wir zum Abschluss bringen.”

Wichtig: “substantiell” ist Codewort für Derivate und andere nicht auf Realwirtschaft bezogene Finanzinstrumente , die Mehrheit der Umsätze an Finanzmärkten ausmachen.

Fehlt: Verwendung als EU-Eigenmittel. Macron und NGOs fordern Verwendung für Entwicklungshilfe.

ESM / EWF

“Den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) wollen wir zu einem parlamentarisch kontrollierten Europäischen Währungsfonds weiterentwickeln, der im Unionsrecht verankert sein sollte.” – 164ff

Fortschritt: Schäuble wollte EWF intergouvernemental, jetzt ist Unionsrecht vereinbart.

Fehlt: Kontrolle durch Europaparlament, denn Kontrolle durch nationale Parlamente ist weniger koordiniert und damit schwächer und nicht im EU-Gesamtinteresse.

verstärkte Zusammenarbeit

“Wir [DE + FR] wollen in Bereichen, in denen die EU mit 27 Mitgliedstaaten nicht handlungsfähig ist, vorangehen.” – 180ff

Wichtig: Bremser-Regierungen können Fortschritt nicht blockieren.

Fehlt: explizites Bekenntnis zu “verstärkter Zusammenarbeit” als Prozess mit EU-Institutionen. DE-FR bilateral könnte auch intergouvernementales angestoßen werden, das sich parlamentarischer Kontrolle stärker entzieht.

 

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We citizens of Europe have to complete the revolution of 1848 today

Today the citizens of Europe have to complete 1848

Today, we citizens of Europe, have to complete what we started in 1848, to unite Europe as a parliamentary democracy with a common constitution.

1848 was the first beating of the Pulse of Europe

The European citizen revolutions of 1848 are the best help our common history can offer to understand our challenge in Europe today. 1848 was when the Pulse of Europe was beating for the first time as a political movement of European citizens in the streets of cities all over our continent.

Similar technological and social change sparked revolution

Today, as in 1848, Europe is in turmoil due to a social and political crisis sparked by technological and social revolutions. In the years leading to 1848 this was the industrial revolution, the French revolution, in the years leading to today this is digitalisation, financialisation of capitalism, the revolutions from the Solidanoc shipyards, over Prague until East-Berlin that reunited Europe.

Parliamentary democracy needs to pacify nationalism

Today, as in 1848, nationalism is a big factor. In 1848 its inherent dangers led to failure, bloodshed and decades of anti-democratic rule. The revolutions of 1848 against the system of Metternich of 1815 could have led to a war destroying all of Europe. Counterrevolution was motivated and strong to stop this threat. Therefore, as foreseen in article 188 of the constitution drafted in the Paulskirche of Frankfurt and similar in Wien, the struggle of nations for the freedom to live their language and culture can only be preserved in a democratically united Europe.

Only parliamentarians can bring the social justice that diplomats cannot provide

In 1848 and 49, the poor revolted against their suffering when it peaked in a crises of global trade and economic downturn. The Liberals used this revolutionary momentum to draft democratic constitutions to take power into their hands. Today, the poor again suffer from the weaknesses of a system where still the diplomats dominate the rules in the Council of the Member States instead of the parliamentarians, be it in the Bundestag, the Assemblee Nationale, the Sejm or in the European Parliament. Diplomats are unable to achieve the democratic momentum necessary for tax justice and to gurantee civic rights where threatened by the excessive emergency of Hollande and Valls, the attack on free media by Berlusconi, Orban and Kaczynski. Only parliamentarians, openly and democratically elected by all citizens have the souveignity to achieve the justice and solidarity to truely answer the original yearning of the people.

Fighting racism is the basis, not just the aim

1848 and following years saw attacks on machines, Jews and other ugly excesses. They are as wrong today as they were back then. No social injustice justifies racism or even racist violence against fellow humans. The fight against racism cannot wait until the successful end of our struggle, it has to be its basis.

Sources

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Europäische_Revolutionen_1848/1849

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Ein Banker, ein BILD-Leser und ein Ausländer haben 20 Kekse

Die kürzeste und beste Zusammenfassung der politischen Problemen unserer Tage:

Ein Banker, ein BILD-Zeitungsleser und ein Asylbewerber sitzen am Tisch mit 20 Keksen. Der Banker nimmt sich 19 Kekse und sagt zum BILD-Zeitungsleser: “Pass auf, der Asylbewerber nimmt Dir Deinen Keks weg!”

Kekse-Geschichte von Dies Irae in Freital

Kekse-Geschichte von Dies Irae in Freital

Das Plakat wurde von der Künstergruppe Dies Irae im sächsischen Freital aufgehängt, wo ein wütender ausländerfeindlicher Mob zuvor Flüchtlinge in einem Bus bedroht hatte: http://www.sueddeutsche.de/politik/plakat-aktion-kuenstler-trollt-freitaler-fremdenfeinde-1.2580470

Aber stimmt das Bild der Keks-Geschichte?

Kekse sind in der Geschichte Symbol für die Vermögensverteilung. Diese Verteilung gibt es relativ gut geschätzt für Deutschland und grober auch weltweit. Ganz genau ist es schwer zu sagen, weil die Vermögensverteilung nicht mehr erhoben wird, seit die Erhebung der Vermögensteuer ausgesetzt wurde. In den öffentlich durchgeführten Befragungen werden die Superreichen nicht genauer untersucht. Sehr wahrscheinlich ist die Verteilung also noch etwas extremer als es die offizielle Statistik sagt.

Ja fast, 18 von 20 Keksen gehören den reichsten 30 Prozent der Bevölkerung in Deutschland

Die Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) zeigt in der besten dafür verfügbaren Grafik die Verteilung des Vermögens für Perzentile, also eine Aufteilung der Bevölkerung in 10 gleich große Gruppen sortiert nach ihrem Reichtum.

Verteilung des Vermögen in Deutschland im Jahr 2007

Verteilung des Vermögen in Deutschland im Jahr 2007

Die reichsten 10 Prozent besitzen 61 Prozent des Vermögens, in der Geschichte also 12 von 20 Keksen. Die reichsten 30 Prozent der Bevölkerung besitzen 91 Prozent des Vermögens, also 18 von 20 Keksen. Bei einer Vereinfachung der Bevölkerung auf 3 Personen müsste der reichste, der Banker, also 18 von 20 Keksen haben.

Immer ungleicher: Nur die ohnehin Reichsten werden immer reicher

Die dem Kommunismus unverdächtige Bertelsmann-Stiftung zeigt: 2002 bis 2012 wurden nur die ohnehin mit Abstand reichsten deutschen Haushalte noch deutlich reicher.

Veränderung der Einkommen von Haushalten in Deutschland zwischen 2002 und 2012: nur die ohnehin Reichsten werden noch reicher

Veränderung der Einkommen von Haushalten in Deutschland zwischen 2002 und 2012: nur die ohnehin Reichsten werden noch reicher

Weltweit besitzt 1% mehr als die 99% anderen, 8 Superreiche besitzen mehr als 3,6 Milliarden andere Menschen

In einer Studie von Januar 2017 zeigt die NGO Oxfam, dass die Vermögensverteilung weitweit noch viel extremer ist. Die 8 reichsten Menschen besitzen demnach mehr als 3.600.000.000 andere. Ein Prozent aller Menschen besitzt mehr als die 99 Prozent anderen. Solche Besitzverhältnisse machen globale Chancengleichheit von Anfang an unmöglich. Demokratie kann so kaum funktionieren.

Welche Partei ändert das nach der Bundestagswahl 2017 am ehesten?

Die Tagesschau hat die Wahlprogramme der Parteien zur Bundestagswahl 2017 kurz zusammengefasst: https://www.tagesschau.de/wahl/parteien_und_programme/programmvergleich-steuern100.html Die ersten beiden Sätze fasses es gut zusammen: “Union und FDP sprechen sich strikt gegen Steuererhöhungen aus, die anderen Parteien halten sie dagegen für unvermeidbar. SPD, Grüne und Linkspartei wollen eine Vermögenssteuer beziehungsweise Vermögensabgabe einführen…” Während die Linken vielleicht das radikalste Umverteilungsprogramm haben, werden die Grünen aus ihrem ähnlichen Programm am wahrscheinlichsten konkrete Regierungspolitik machen.

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A banker, a worker and an immigrant have 20 cookies

The best story summing up the political problems of our days:

A banker, a worker, and an immigrant are sitting at a table with 20 cookies. The banker takes 19 cookies and warns the worker: “Watch out, the immigrant is going to take your cookie away.”

The cookie story published by The Other 98%

The cookie story published by The Other 98%

The Facebook page “TheOther98%” published this image as a post back in 2015.

Globally, 1% owns more than the 99% others, 8 super rich individuals own more than 3.6 bn other humans

In a study published in January 2017 the NGO Oxfam shows how extreme distribution of wealth is globally. The richest 8 human beings own more than 3.600.000.000 others. Just one percent owns more than the 99 percent others. Such distribution of wealth leaves no equal chances at the start of live and throws democracy into crisis.

Income distribution: getting worse since the mid-1970s

Stan Sorscher from the Economic Opportunity Institute writes more to explain this graph. In any case, this comparison in growth of productivity versus average real earnings of workers shows pretty clearly where in time we have to search for answers for growing inequality.

increase in wages versus increase in productivity from 1945 to 2015

increase in wages versus increase in productivity from 1945 to 2015

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Gallery of political heroes – give values a face

why political heroes

Political values are abstract. That makes it difficult to discuss them. That is a pity because to build a political community feeling, this is an important thing to do. To solve this, you can tell your values in stories of real people who embody those values. You give values a face and thereby make it easier to speak about them.

Epic and fairytale stories have heroes. Are human beings perfect enough to qualify as political heros? While we know about human imperfection, I believe we are all used to  have heroes, it is just the question who fills the void best: the national history narrative filling our squares with statues of warriors and monarchs, a religion with their saints, Disney or a progressive political movement? The European Parliament awards each year the Sakharov prize for a similar purpose.

Here you go, my personal list of political heroes: for you to question and discuss and meant as my question to you: Who would be your political heroes?

my gallery

Jürgen Habermas, political philosopher, because he convinced me during studies of his communicative theory as the best foundation available for a global political system.

Altiero Spinelli, politician and philosopher, for defining and defending Federalism to protect democracy and peace against nationalism in theory and in the European Parliament

Jawaharlal Nehru, leader of the Indian independence movement and first Prime Minister, for establishing and safeguarding the world’s largest democracy by peaceful means

Edward Snowden, whistleblower in a US military contractor, for exposing the threats for our freedom looming from the military-industrial complex and modern use of data

Franklin Delano Roosevelt, US president, for defending democracy against the great depression with his New Deal

Chelsea Manning, whistleblower in the US military, for exposing war crimes in Iraq, Guantanamo Bay and Afghanistan

Wangari Maathai, politician, for fighting against corruption and to protect the nature of Africa

Jon Stewart, comedian, for creating a genre of comedy that is more informative than journalism and protecting sanity in times of insanity

Simon Hix, political scientist, for demonstrating how close the European integration brought us already to what we know from national democracies and the USA

Pierre Bourdieu, social philosopher, for developing sociological concepts like Habitus to make us understand the positioning of individuals within society

Petra Kelly, politician, former General Secretary of Young European Federalists, for co-founding the Greens as European political movement for feminist, ecologist, democratic change

Nelson Mandela, politician, for leading South Africa out of its Apartheid policy in a peaceful struggle

Malala Yousafzai, campaigner for education of girls in the particularly patriarchal society of Pakistan

Elinor Ostrom, economist, for developing the concept of the commons in economics

John Maynard Keynes, economist, because he explained economics more comprehensive than most and suggested recipes that followed today still would help a lot.

Ai Weiwei for being one of the most important voices of opposition in China, speaking up in Chinese symbols for freedom, rule of law and solidarity and inspiring me with some of the best modern and political art I know.

Anna Politkowskaja, journalist, for exposing war crimes in Chechnya despite threats for her life until she was shot

Antoine Deltour, whistleblower and accountant, for exposing tax deals between Luxembourg and big companies and giving power to the fight for tax justice in the EU

Hanna Arendt, political philosopher, for defining lessons learned from the authoritarian threat for our democracy

Joe Hill, migrant worker, unionist and singer, for organising workers with political and artistic means that became legend

Magnus Hirschfeld, a founder of the German gay movement and of a scientific way to deal with sexuality, for freeing sexuality of traditional taboos

Martin Luther King, for making the USA less racist towards black people with non-violent political means

Sophie Scholl, student and activist, for fighting Nazi Facism in Munich

Johannes Gutenberg, inventor of modern printing in the West, for allowing knowledge to spread and the information age to start (and for coming from Mainz like me)

rejected

  • Rosa Luxemburg
  • Rosa Parks

candidates

  • Simone Veil
  • Clara Zetkin
  • Ruth Ginsberg
  • Audre Lourde
  • Mossadeh
  • Alliende
  • Albert Schweizer
  • Bonhoeffer
  • Helen Clark, Neuseeländische Premierministerin
  • Frida Carlo
  • Tucholsky
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Balkans trip 2017: Albania, Macedonia and Greece in July and August

Jan's and Chris' trip in the Balkans 2017 with arrows

Jan’s and Chris’ trip in the Balkans 2017 with arrows

Map: https://www.google.com/maps/placelists/list/1aRQPMvEjuQEShaDCcdbFNwW0ue4

Tue 18 to Fri 21 Jul

Kassel for documenta 14 (++++), my review: http://chrisbeck.de/documenta-14/

Fri 21 Jul to Mon 24 Jul

Berlin for Rundlauf (days of the open door) in Universität der Künste (UdK, Berlin’s finest art university) and the Liebermann Villa next to the Wannsee.

Mon 24 July

Berlin to Thessaloniki, White tower (+/-), evening tour with Giannis from Roman gate to Muslim-Jew Mosque-synagoge and Micropolis (+++) for dinner

AirBnB with Konstantinos (+++)

Tue 25 July

Thessaloniki: morning tour with Giannis from Sophia church back to start, fish lunch in old market with live music, Archeological museum (+++), sunset at Ano Poli

Wed 26 July

Thessaloniki: beach, Byzantine museum, getting to know our AirBnB-flatmate from Syria who works in the EU’s asylum agency

Thu 27 July

Thessaloniki: Roman forum, Mosaic church (+++) in Ano Poli, lunch in Ano Poli, Old port (+++) with photography museum, Thessaloniki to Skopje by bus and train, traditional Macedonian dinner

Fri 28 July

Skopje to Ohrid, two nice monestaries (Saint Jovan Bigorski) in Mavrovo (???) with approachable nuns and nice view, amazing fast food, going for a beer

informal AirBnB for 80€ for 4 persons and 2 nights with wifi, central location, parking

Sat 29 July

Ohrid

Sun 30 July

Ohrid: fish soup, monastery by the water, beach with Techno music next to the foam party, Roman theater and fortress, to Skopje by car
CS with friends

Mon 31 July

Skopje: sleeping out, Disneyland-center, old bazaar, Italian dinner

Tue 1 Aug

Skopje: post office, National museum, lake Matka

Wed 2 Aug

Skopje-Tirana bus

Hotel Europa (++), very good room, with mirror on the ceiling, good breakfast yet no proper advice even on further transport

Thu 3 Aug

Tirana to Shkoder by bus, walk through Shkoder, dinner at Florian’s Guesthouse

Florian’s backpacker (+++) for 23€ in double, wifi, excellent assistance for further trips, getting to know amazing travel companions over a dinner in Florian’s Guesthouse for 5€. Location is not perfect but better than the 1st impression, shared bathroom with cold showers is simple but useful.

Fri 4 Aug

Shkoder to Theth by organised minibus, Blue Eye hike (+++), Lock in Tower (++)

Dritan Tethorja Guesthouse (++++) for 25€ per dorm bed, incl breakfast and dinner, Tel. 0685619086 or 0682449605 with amazing location, the most friendly staff and atmosphere ever, delighting self-grown and made food; camping possible; no facilities in case of bad weather, no wifi, cold showers; atmosphere might change with other travellers.

Sat 5

hike from Theth to Valbona (++++)

Guesthouse in Valbona (++)

Sun 6

Valbona to Shkoder, Marubi photo museum (+++), bus to Tirana
Vila Ada Hotel (+++/-), excellent room, wifi, with breakfast for 40€ for a 3 person room, central, but no advice for travelling

Marubi photography museum (+++), my review: http://chrisbeck.de/marubi-phototheque-in-shkoder-albania

Shkoder to Triana by bus, dinner there

Mon 7

Tirana to Fieri (–) by bus, central square and dinner in hotel
Hotel Green House (+/—, former Hotel Real) was the worse experience of our trip. Good room with wifi despite broken light but no resto despite such promise, big difficulties to organise food, lethargic staff, mostly not speaking English.

Tue 8

Apollonia (++), monastery, to Berat by minibus, organising laundry, dinner with Lorenc

Apollonia (++) is significantly less interesting than Butrint and is not worth the also otherwise ungratifying stop at Fier.

Lorenc Guesthouse (++/–), yet due to his overbooking not in his Guesthouse but in the Hotel of a friend for 23€, good fish in his garden but appaled by his support of Trump and Le Pen. Other travellers confirmed that Lorenc overbooks constantly and is unreliable when providing guidance on bus times, trips etc.

Wed 9

Berat (++++): castle with Onufi museum for icon paintings, amazing views, excellent lunch on roof top with view of garden and old town.

The museum-town of Berat is the most beaufiul place after the valley of Theth and would have deserved another day just to enjoy atmosphere and views further.

Thu 10

Berat to Gjirokaster by bus and taxi (with bus at 8h30 to Levan and from there by taxi since the connecting bus left without us; because 8h bus left full at 7h30 after Chris needed breakfast), meeting Russel and Kathy, Gjirokaster (+++) castle with excellent museum, and upper old town, dinner in iconic steep street

Hotel Sopotni (++) with the charm of old communist times for 8€ per person, perfect location, lethagic staff, shared bathroom, no AC, wifi only of neighbourig resto

Fri 11

Gjirokaster to Përmet by bus, Benja thermal springs and Rafting in Petrum

Funky Guesthouse (+++) for 23€ with excellent room and guidance for thermal springs and rafting (50€ per couple with Polish family of Barbara and Jarek with Adam)

Sat 12

Përmet to Saranda by bus, archeological site of Butrint (+++), meeting Patrick and Nikki from Canada, incl dinner with them by the seaside

XXX Hostel for 30€ (we paid 3000 Leke) in double with wifi, no breakfast

Sun 13

Saranda to Himare, city beach of Himare

Himara Hostel (++), in tent for 7€ per person + 2€ for tent with air matress in a beautiful garden with wifi, shared bathroom and kitchen, incl good breakfast. They offered us a room by mail which we indicated interest but did not clearly confirm. On arrival this was already given to others. Staff changes often, the owner is not always there but can give helpful advice when present.

Himare Kamping would have been closer to the beach and cheaper (1800 Leke for tent for 2 persons) but in the uncozy backyard of a high hotel building with noisy bar and no entrance control.

Gjipe eco camping, directly behind the beach (between Dhermi and Himare on the same road) would have been an interesting alternative that seemed cozy and perfectly situated.

Mon 14

Gjipe beach

Gjipe beach was my favorite compromise of not less people but providing infrastructure of less dense 2 lines of sunbeds (300 Leke for 2) with either umbrellas or square roofs, resto serving grilled fish (1000 Leke) and salads (350 Leke), bar with decent music, public shower. Facilities are some meters from the beach half way into the beautiful canyon behind the beach.

Tue 15

Himarë beach, peddlng to more secluded Filikurit beach

Wed 16

Himare castle, Gjipe beach

Thu 17

Himare to Corfu by ferry, Corfu old town

ferry serice by Ionian was 39€ per person, helpful to avoid the bus to Sarandë but was late (8h40 instead of 8h15 and took much more than the promised 30 mins until 10h10 in Albanian time, 11h10 in Greek time)

AirBnB with Victor, for 96€ in an entire appartment, 1 km/15 min from center of old town, for us with extra serive collecting us and bringing us to the airport

Fri 18

plane from Corfu to Charleroi, shuttle bus to Brussels

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